Organisierte Kriminelle täuschen täglich Sparer und Anleger im Internet durch gefälschte Festgeld-, Tagesgeld-, Aktien- und Krypto-Plattformen. Dabei missbrauchen sie gezielt die Namen, Handelsregisterdaten und Aufsichtslizenzen seriöser Banken, Finanzinstitute und Unternehmen.
Das Deutsche Zentrum für Markenintegrität, Namensrecht & Finanzmarkt-Forensik (DMBF) bündelt technische Cyber-Forensik mit juristischer Durchsetzungskraft: Wir sichern 100 % gerichtsverwertbare Primärbeweise (SHA-256), deckt systematisches Domain-Hopping (.com / .net-Wechsel) über das Google Ads Transparency Center auf und erwirken bei Domain-Registraren, Hosting-Providern, G2 Risk Solutions und Google Ads die sofortige Abschaltung sowie die forensische Komplett-Sicherung der Täter-Server für Strafverfolgungsbehörden.
Moderne Anlagebetrugs- und Phishing-Netzwerke setzen hochgradig spezialisierte Schadsoftware ein, um Bankzugänge, Krypto-Wallets und Identitätsdaten abzugreifen. Unsere automatisierte Analyse-Pipeline untersucht verdächtige Domains und Server in isolierten Sandbox-Umgebungen auf:
Da Tätergruppen ihre Domains, Server und Werbekonten bewusst über zahlreiche Jurisdiktionen verteilen, arbeitet Liberty Board (DMBF) im Rahmen standardisierter Melde- und Beweissicherungsverfahren eng mit nationalen und internationalen Institutionen zusammen:
Cyberkriminelle Syndikate verursachen im deutschsprachigen Raum jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Im Gegensatz zu früheren Spam-Wellen setzen heutige Tätergruppierungen auf hochprofessionelle Webseiten, bezahlte Suchmaschinenwerbung (Google Ads) und den gezielten Raub realer Unternehmensidentitäten. Wir bekämpfen insbesondere folgende sechs Erscheinungsformen:
Über bezahlte Werbeanzeigen werden Sparer auf vermeintliche Zinsvergleichsportale oder direkt auf gefälschte Bankwebseiten gelockt, die scheinbar sichere Festgeldzinsen mit europäischer Einlagensicherung versprechen. Nach telefonischer Kontaktaufnahme und Übersendung täuschend echter Eröffnungsanträge überweisen Opfer hohe Summen auf Konten, die zwar den Namen des Opfers als Empfängerfeld nennen, deren IBAN jedoch zu Konten der Täter führt.
Um Prüfungen durch Anleger zu bestehen, übernehmen Betrüger im Impressum exakt den Firmennamen, die Handelsregisternummer (HRB), den LEI-Code sowie die echte BaFin-, FINMA- oder FMA-Registernummer eines tatsächlich zugelassenen Finanzinstituts. Dieses existiert real, hat jedoch keinerlei Verbindung zur betrügerischen Domain. Dadurch werden sowohl Sparer als auch der Ruf des rechtmäßigen Namensträgers massiv geschädigt.
Opfer starten häufig mit einer kleinen Einstiegssumme (z. B. 250 €) für vermeintliches Krypto-, Rohstoff- oder CFD-Trading. Persönliche „Account-Manager“ aus internationalen Callcentern (Boiler Rooms) präsentieren im Web-Kundenbereich manipulierte Kursgewinne. Das eingezahlte Geld wurde jedoch niemals investiert, sondern sofort über Krypto-Exchanges abgezogen. Bei Auszahlungswünschen werden erfundene „Steuern“ oder „Liquiditätsgebühren“ gefordert.
Unter Schlagworten wie „Quantum AI“, „Algorithmisches KI-Trading“ oder mittels gefälschter Nachrichtenartikel bekannter Leitmedien und prominenter Fürsprecher werden automatisierte Handelsprogramme beworben, die angeblich 80–95 % Trefferquote erzielen. Die Webseiten dienen ausschließlich als Lead-Abgreif-Trichter (Harvesting von Namen, E-Mail und Telefonnummer) für nachgelagerte Betrugs-Callcenter.
Über Social-Media- und Suchmaschinenanzeigen werden Anleger in exklusive Messenger-Gruppen eingeladen, in denen ein vermeintlicher Chefanlagestratege gemeinsam mit dutzenden gesteuerten Bot-Profilen („Claqueuren“) tägliche Börsentipps gibt. Anschließend werden die Teilnehmer zum Download einer manipulierten App oder zur Zeichnung frei erfundener vorbörslicher Aktienpakete (Pre-IPO) gedrängt.
Bereits geschädigte Anleger werden Monate später erneut kontaktiert – oft von denselben Tätergruppen, die über die gestohlenen Kundendaten verfügen. Unter dem Deckmantel angeblicher europäischer Aufsichtsbehörden, Krypto-Aufspürdienste oder Anwaltskanzleien wird behauptet, das verlorene Guthaben sei auf einem Treuhandkonto eingefroren und könne gegen Zahlung einer „Freigabegebühr“ ausgezahlt werden.
Wenn Betrüger den Namen einer seriösen Bank, einer Fondsgesellschaft oder eines mittelständischen Unternehmens für eine Fake-Anlageplattform missbrauchen, entstehen zwei unmittelbare Schäden: Verbraucher verlieren ihr Erspartes und das rechtmäßige Unternehmen gerät unverschuldet in den Verdacht des Anlagebetrugs.
Nach § 12 BGB sowie §§ 14, 15 MarkenG hat jeder rechtmäßige Namensträger einen sofortigen Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch gegen unbefugte Dritte, die seinen Namen in einer Domain oder einem Impressum verwenden. Da bei Identitätsklonen eine offenkundige Täuschungsabsicht vorliegt, sind Registrare weltweit verpflichtet, die Domain unverzüglich zu suspendieren.
Gemäß Art. 16 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) verlieren Hosting-Provider, Cloud-Anbieter und Werbeplattformen ihr Haftungsprivileg in dem Moment, in dem ihnen eine hinreichend präzise und substantiierte Meldung (Notice) über rechtswidrige Inhalte zugeht. Unsere 100 % verifizierten Forensik-Berichte begründen sofortige positive Kenntnis.
Alle ICANN-akkreditierten Domain-Registrare sind vertraglich nach Section 3.18 des Registrar Accreditation Agreement (RAA) verpflichtet, einen 24/7-Abuse-Kontakt zu unterhalten und bei nachgewiesenem Phishing, Pharming oder schwerem Finanzbetrug zeitnah Maßnahmen (Setzen des Status clientHold / serverHold) zu ergreifen.
Unsere Meldungen dokumentieren gegenüber den Providern verbindlich, dass die Beweisakten den Finanzaufsichtsbehörden (BaFin / FMA / FINMA) sowie den Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Cybercrime übergeben werden und investigative Redaktionen über Provider berichten, die trotz 100 % verifizierter Beweise betrügerische Infrastruktur weiterbetreiben.
In zahlreichen Fällen zeigt sich folgendes Muster: Wird eine betrügerische Domain (beispielsweise festgeld-beispiel.de) beim Domain-Registrar gesperrt, kaufen die Täter für wenige Dollar einfach festgeld-beispiel.com oder festgeld-beispiel.net, schalten das identische Betrugs-Template auf und bewerben die neue Domain noch am selben Tag über exakt dasselbe Google-Ads-Werbekonto weiter.
Um bei Google Ads Werbung für Finanzdienstleistungen zu schalten, muss der Werbetreibende eine Verifizierung bei G2 Risk Solutions (G2LLC) durchlaufen. Kriminelle Gruppierungen erschleichen diese G2-Zertifizierung durch Identitätsdiebstahl realer regulierter Firmen, durch den Kauf bereits verifizierter Agentur-/Unternehmenskonten oder durch Täuschung im Antragsprozess. Solange diese G2-Lizenz und das Google-Ads-Konto nicht entzogen werden, können die Täter beliebig viele neue .com- und .net-Domains nachschieben.
Unsere Forensik-Engine scannt bei jeder gemeldeten Domain vollautomatisch 18+ Top-Level-Domains (.com, .net, .org, .de, .eu, .ch, .at, .io, .co, .info, .finance, .pro u. a.) auf bereits vorbereitete oder aktive Schwester-Domains. Parallel wird im Google Ads Transparency Center die eindeutige Advertiser-ID (AR...) sowie der eingetragene Name des Werbetreibenden ermittelt.
Mit diesem Nachweis des systematischen Domain-Hoppings (Circumvention of Systems) fordern wir zeitgleich: (a) beim Registrar die Sperrung aller zugehörigen Domains, (b) beim Hoster die Server-Abschaltung samt forensischem Komplett-Backup, (c) bei G2 Risk Solutions den sofortigen Widerruf der Finanzdienstleister-Verifizierung und (d) bei Google Ads Trust & Safety die permanente Kontosperrung des gesamten Advertiser-Verbunds.
Empfangen Sie als Hosting-Provider, Cloud-Infrastrukturbetreiber oder Domain-Registrar eine formelle Abuse- und Takedown-Meldung unserer Einheit, beachten Sie zwingend das nachfolgende dreistufige Verfahren. Ein bloßes Löschen (Wipen) des betrügerischen Servers ohne vorherige Sicherung vernichtet kritische Beweismittel zu Lasten der geschädigten Anleger!
Sperren Sie unverzüglich den Kunden-Login (Control Panel, SSH, SFTP, Datenbank-Zugänge, API-Tokens) des Server- bzw. Domain-Mieters, bevor eine automatische Ticket-Benachrichtigung an den Kunden versendet wird. Tätergruppen überwachen ihre Infrastruktur und lösen bei Vorwarnung automatisierte Lösch-Skripte aus.
Erstellen Sie vor der Deaktivierung ein vollständiges forensisches Backup (Full Snapshot) des gesamten Hosting-Pakets bzw. virtuellen Servers. Dies umfasst zwingend:
Laden Sie dieses Komplett-Backup gemäß den Angaben in unserer Meldung zwecks Beweissicherung hoch bzw. halten Sie es für den Abruf durch die Ermittlungsbehörden bereit.
Trennen Sie die betrügerische Webseite unmittelbar nach bzw. während der Snapshot-Sicherung vom öffentlichen Internet (Setzen von clientHold beim Registrar bzw. Sperrung des öffentlichen HTTP/HTTPS-Routings beim Hoster) und bestätigen Sie unserer Leitstelle schriftlich die erfolgte Sperrung sowie die durchgeführte Backup-Sicherung.
Wird Ihr Unternehmensname, Ihre HRB-Nummer oder Ihre BaFin-/FINMA-Lizenz auf einer fremden Domain missbraucht, zählt jede Stunde:
.com/.net-Schwesterdomains.Unsere Einheit arbeitet eng mit Strafverfolgungsbehörden (Zentralstellen Cybercrime, Landeskriminalämtern), Finanzaufsichtsbehörden sowie investigativen Wirtschafts- und Verbraucherschutzredaktionen zusammen:
Empfangende Provider, Compliance-Abteilungen und Behörden können anhand des nachfolgenden Registers die Authentizität unserer Aktenzeichen (DMBF-XXXX) sowie die zugehörigen kryptografischen SHA-256-Prüfsummen der Beweissicherung überprüfen.
| Aktenzeichen | Untersuchte Domain | Tatbestand / Namensmissbrauch | Ermittelter Registrar & Hoster | .com/.net Hopping | Forensischer SHA-256 Hash | Verfahrensstatus |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktuell sind noch keine veröffentlichten Verfahren im Register verzeichnet. | ||||||
Hinweise von geschädigten Anlegern, betroffenen Banken/Unternehmen, Journalisten oder Sicherheitsexperten werden hierüber direkt an unser geschütztes Ermittler-Cockpit übermittelt. Unsere Analysten prüfen den Fall forensisch und leiten umgehend die Sperrung beim Registrar, die Backup-Sicherung beim Hoster sowie den Lizenzentzug bei G2 Risk Solutions und Google Ads ein.